Apameia in Syrien: eine Erinnerung an friedliche Zeiten...


An dieser Stelle senden wir aktuelle Nachrichten, Hintergründe sowie Hinweise auf interessante Anlässe und Radio & Fernseh-Sendungen

++++++ NEU: Mit dem Literaturschiff auf der Donau

Erleben Sie die Donau im Oktober 2018 einmal ganz anders an Bord unseres Literaturschiffes: zehn Tage lang geniessen Sie spannende & überraschende Begegnungen mit der Literatur, die sich, wie die Donau,  zwischen West und Ost bewegt. Bei den Landgängen gibt es Treffen mit lokalen Kulturschaffenden, an Bord Lesungen und Konzerte. Und zwischendurch lassen wir die herrlichen Flusslandschaften an uns vorbei gleiten. Die Literatur ist während zehn Tagen wortwörtlich im Fluss...Mehr erfahren Sie hier


++++++ Eine Jubiläumsreise der exklusiven Art


Vor 10 Jahren hat Treffpunkt Orient seine erste Gruppenreise durchgeführt. Und der Gründer des Afrikaspezialisten African Collection Tours wird Anfangs 2018 sein 35jähriges Afrika-Jubiläum feiern. Die Partner im Quality Circle, Werner van Gent und Hanspeter Zeier haben anlässlich dieser Jubiläen ihre Köpfe zusammengesteckt. Dabei ist ein Juwel einer Reise entstanden, die von einem der unglaublichsten Biotope der Erde, dem Ngorongoro-Krater, über den Lake Manyara National Park und den riesigen Ruaha National Park auf die Gewürzinsel Sansibar führt, das sagenumwobene Arabien in Afrika - entstanden ist in jeder Hinsicht eine Safari der ganz exklusiven Art. Hier lesen Sie die Details.


++++++ Die Runde 2017

An dieser Stelle
finden Sie das Programm und weitere Einzelheiten der bereits achten Ausgabe unserer jährlichen Gesprächs-Runde. Dieses Mal wird DIE RUNDE in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki durchgeführt. 


++++++  zur Türkei...

Athen/Wettingen im Juli 2016 - Es ist ein Trauerspiel, was sich in der Türkei in den letzten Monaten abspielt. Die Bombenattentate haben uns bereits im Januar veranlasst, Reisen in die Türkei zu süspendieren und gegebenenfalls auch den Flughafen Istanbul zu umgehen. Die Ereignisse der letzten Tage haben leider bestätigt, dass unsere Einschätzung der Lage nicht übertrieben war. Wir bedauern ausserordentlich, auch wegen unserer langjährigen Mitarbeitenden, auch weiterhin auf Reisen in die Türkei verzichten zu müssen. Doch Sicherheit steht an erster Stelle. Gleichzeitig hoffen wir, dass sich die Lage bald beruhigen wird - auch wenn die Anzeichen dafür noch nicht gegeben sind. Wer über das Geschehen in der Türkei informiert werden will, findet auf www.infosperber.ch übrigens eine hervorragende Alternative.



++++++  Eine private Kreuzfahrt durch das antike Griechenland

Das griechische Meer, die Antike, die Inseln; das alles erleben Sie in unvergesslicher Art und Weise während unserer privaten Kreuzfahrt an Bord eines grossen, sicheren und komfortablen Katamaran. Schauen Sie sich das kurze Video an und natürlich das Programm...Sie werden es nicht bereuen, diese Reise der Superlativen zu buchen!


Ältere Mitteilungen:


++++++  Erica Hänssler: ein Nachruf

Wettingen, im Januar 2016 - Gegründet wurde Treffpunkt Orient vor zehn Jahren mit einer Veranstaltung im Kellertheater Stok. Seither sind wir zahlreiche Male im Lebenswerk von Erica Hänssler und Peter Doppelfeld zu Gast gewesen, das letzte Mal im vergangenen Dezember 2015 mit der Musikalischen Skizze Griechenlands. Nun ist Erica gestorben. Die NZZ hat einen so treffenden Nachruf veröffentlicht, das wir diesen den Besucherinnen und Besuchern unserer Webseite nicht vorenthalten wollen. Sicher ist, dass wir auch weiterhin das Theater Stok besuchen werden, nur so kann Ericas Zauber weiterleben. Genau das hat sie gewollt und genau das wollen auch wir.

Das Team von Treffpunkt Orient       

Aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 13.01.2016:


Realistin der Träume

Die Lebensgesamtkünstlerin Erica Hänssler ist gestorben. Ihr Schloss steht am Dichterstrand dicht an der Sihl. Dort lebte sie Seite an Seite mit Joachim Ringelnatz, mit Morgenstern, Kästner, Karl Valentin und auch mit Wilhelm Busch. Wer Erica Hänssler sah, alterslos bis zum Schluss, wer mit ihr sprach, traf auf ein Wesen, das sich selber geträumt zu haben schien.

Poeten, Puppen, Gespenster

Sie teilte ihr Wohntheater am Fluss mit den Poeten, denen ihr Herz gehörte, und mit anderen Geistern, Puppen, Masken, Figuren, Gespenstern, den Geschöpfen ihrer Phantasie. «Manchmal ist das ganze Haus ein Murmeln», sagte sie. Werkstatt, Wohnung, Kulissenlager in einem ist dieses Haus, das «Haus der Feen und Faune», die Tische tragen Schuhe, und es ist bei Strafe verboten, kein Kind mehr zu sein.

Besucher werden von riesigen Seifenblasen empfangen und wandern hier durch Hänsslers Räume und Leben, um das alte Staunen wieder neu zu entdecken. Am Zürcher Sihlquai 252 steht Erica Hänsslers Erbe, sie hat es vom Abbruchobjekt in ihr Denkmal zu Lebzeiten verzaubert.
Sie nähte, hämmerte hier ihre Requisiten oder gab alten auf der Bühne des Theaters Stock eine neue Identität. «Spiel, Bild, Kostüm, Textbearbeitung, Musik: Erica Hänssler», hiess es dann. Und Hänssler spielte magisches Theater in dem eigenhändig ausgemalten Barockgewölbe am Hirschengraben – ein Ort der Philosophen und der Poeten, der Originale.

Ohne Zbignew Stok (1924–1990), den polnischen Theateremigranten, kein Theater Stok. Ein Förderkreis um Emil Landoldt, Adolf Muschg und andere hatte sich dafür eingesetzt, dass Stok 1970 am Hirschengraben in einem stadteigenen Keller eine eigene, feste Bühne bekam. Erica Hänssler, in Zürich aufgewachsen, war von Beginn weg als Schauspielerin dabei, nach Stoks Tod mit halbem Geld, ohne Ensemble, aber mit doppeltem Elan.  Und unterstützt von ihrem Lebenspartner Peter Doppelfeld. Das kleine Theater wurde ihre literarisch-philosophische Werk- und Wirkungsstätte, mit einer Fülle von Eigenproduktionen von unverwechselbarer Handschrift und berstend von gesamtkünstlerischer Gestaltungsenergie.

Unvergessene Aufführungen

Unvergessen die «Blaue Stunde» in Erinnerung an Else Lasker-Schüler oder «Teufelsgeschichten» nach Willem Flusser. Ein Ereignis, wortwörtlich ihr «Märchen vom letzten Gedanken», nach dem Roman des Shoah-Überlebenden und vielfach ausgezeichneten Edgar Hilsenrath. Der Autor und Alfred-Döblin-Preis-Träger selbst war im Publikum anwesend, als die Hänssler spielte, und sie spielte, indem sie nach Karl Kraus die Fackel hochhielt – sie bekannte Persönlichkeit, nicht Farbe.
Sie lebte im Theater Stok und in ihrem Theatermuseum in der ehemaligen Fabrikantenvilla ein Theaterleben, das ein Lebenstheater war aus Groteske, Satire und Märchen.
Doch was sich leicht sagen lässt, war harte Arbeit. Nicht umsonst gab Erica Hänssler bereits Mitte der neunziger Jahre einer Spielzeit das Motto, nach Busch: «Besonders tief und voll Empörung / fühlt man die pekuniäre Störung.» Doch ob von der Stadt mit einem Butterbrot oder einem Brot ohne Butter unterstützt, die Künstlerin war zu sehr Realistin, um nicht Träumerin zu sein.

Jetzt ist Erica Hänssler im Alter von nur 68 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen. Zürich verliert mit ihr eine Persönlichkeit und das Theater eine Fee der Phantasie.

Daniele Muscionico