Der kleine und grosse Ararat


Armenien und georgien - zwischen ararat und kasbeg


Unterwegs zwischen dem legendären Ararat und dem mystischen Kasbeg

grossartige Landschaften, alte Mythen und herrliche Musik
- mit Amalia und Werner van Gent



Info's zu dieser Reise:
Sonntag 4.  bis 17. Oktober 2020
Preis: CHF 8250.-
Zuschlag für die Benutzung eines Doppelzimmers als Einzelzimmer: CHF 1150.-

Grösse der Gruppe: 8 - 12 Personen
Status dieser Reise: buchbar


   
Detailliertes Programm


Tag 1 Sonntag, 4. Oktober 2020


Flug Zürich Tbilissi.

Wir beziehen unsere Zimmer in einem spektakulären Hotel: es handelt sich um die ehemals grösste Druckerei Georgiens, die besonders geschmackhaft umgebaut wurde.  Beim Apéro geben Amalia und Werner van Gent einen ersten Einblick in die politische Situation der zwei jungen Republiken Transkaukasiens, Georgien und Armenien. Anschliessend werden Sie in einem unserer Lieblingsrestaurants Bekanntschaft mit der georgischen Küche (und vielleicht bereits mit der Musik!) machen.


Tag 2 Montag,  5. Oktober


Am Vormittag gehen wir zu Fuss durch die Innenstadt. Dabei wird eine Architektin uns die typische Architektur Tbilissis zeigen und erklären, welche Gebäude und Viertel welchen historischen Zeitperioden zuzuordnen sind. Unser Weg führt durch die malerischen Gassen der Altstadt zur ältesten Kirche der Stadt (aus dem 5. Jahrhundert), an einer historischen Karawanserei vorbei bis zu den berühmten Thermalbädern, denen die Stadt ihren Namen verdankt: Tbilissi bedeutet wörtlich übersetzt: Warme Wasserquelle. Unsere Begleiterin zeigt uns bei der anschliessenden Rundfahrt ferner die sowjetischen Viertel der Stadt, ein ehemals russisches, nach der Unabhängigkeit renoviertes Viertel jenseits der Kura sowie die architektonischen Einflüsse der Moderne d.h. der Ära nach der Unabhängigkeit.


Tag 3 Dienstag, 6. Okt.


Heute besuchen wir zwei der wichtigsten Museen der Stadt in unmittelbarer Nähe unseres Hotels. Im historischen Museum besichtigen wir die Ausstellung des einmalig schönen antiken Goldschatzes von Kolchis - nicht umsonst kamen die griechischen Argonauten in der Antike den langen Weg über das ungastliche Schwarze Meer bis nach West-Georgien und wollten das legendäre Goldene Vlies holen!
Gleich nebenan stossen wir im Museum für moderne Kunst auf weitere Schätze. Hier sehen wir uns die Bilder von Pirosmani an, dem nationalen Maler Georgiens. Tbilissi war als multikulturelles Zentrum des Kaukasus schon immer ein wichtiger Treffpunkt für Maler, Musiker, Dichter sowie Menschen des Theaters. Gegen 17.00 Uhr werden wir zu einer Führung im Rustavelli Theater erwartet, anschliessend fahren wir zu einem weiteren “in-Lokal” Tbilissis.


Tag 4 Mittwoch, 7. Okt.


Wir fahren heute durch eine wunderschöne, weiche Landschaft südwestwärts, quer durch den Nationalpark Algetis Nakrozali. Anschliessend überqueren wir die georgisch-armenische Grenze und übernachten in der Grenzstadt Gyumri im einfachen Künstlerhotel Berlin Art. Der deutschsprachige Hotelinhaber wird uns vor dem Abendessen über die - sehr aktive - Kunstszene und über das Leben in Gyumri erzählen.



Tag 5 Donnerstag, 8. Okt.


Gyumri, die zweitgrösste Stadt Armeniens, wurde im Jahr 1988 von einem schweren Erdbeben verwüstet. Ungeachtet der grossen Katastrophe blieb die Stadt aber ein Sammelplatz für Künstler aller Art, was unter anderem vom Überlebenswillen dieser kleinen Nation zeugt. Aleksan, unser Hoteldirektor, wird ein kleines Programm vorbereitet haben, damit wir unter Anderem die Ateliers einiger Künstler besuchen können. Siehe dazu auch Kapitel 6 aus dem Buch Den Ararat vor Augen von Amalia van Gent


Nach dem Lunch führt unser Weg uns nach Jerewan. Wir beziehen unsere Zimmer in einem stilvoll eingerichteten Hotel. Am späten Nachmittag besuchen wir das Cafesjian Center for Arts, das seine Besucher immer wieder aufgrund der Fülle armenischer wie internationaler Ausstellungen moderner Art aber auch wegen der Architektur zu überraschen vermag. Wenn das Wetter gut ist, bewundern wir von einer der Terrassen zusammen mit den Jerewanern den Sonnenuntergang hinter dem Ararat. Beim Apéro verraten wir Ihnen gerne das Geheimnis vom berühmten Radio Eriwan. Anschliessend Abendessen in einem ausgewählten Restaurant.



Tag 6 Freitag, 9. Okt.


Wir besichtigen heute zunächst die einzigartige Handschriftensammlung Matenadaran, die teils aus dem 5. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung zurückgehen und schlendern durch die breiten, von unzähligen Strassenkaffees gesäumten Avenuen.


Am Nachmittag steht ein Besuch in der Gedenkstätte für den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs auf dem Programm. Dieser von der Türkei nach wie vor nicht anerkannte Völkermord lastet auch auf den Armeniern von heute besonders schwer. Amalia van Gent erzählt vom Versuch beiderseits der Grenze dieses dunkle Kapitel der Geschichte zu verarbeiten. Der spätere Nachmittag steht zur freien Verfügung. Falls Interesse bestehen sollte, kann der Besuch in einer Cognac-Fabrik oder in der Gemäldegalerie des Nationalmuseums organisiert werden.



Tag 7 Samstag, 10. Okt.

Heute machen wir einen Ausflug in die weiche Landschaft südöstlich von Jerewan. Wir werfen einen ersten Blick auf den Ararat, der für die Armenier mehr ist als nur der biblische Berg. "Der höchste armenische Berg liegt heute in der Türkei", sagen die Armenier und lachen selber bitter darüber. In einer atemberaubenden Landschaft weiter südlich besichtigen wir die hellenistisch-römische Tempelanlage von Garni, der einzigen in dieser Art in ganz Armenien. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Garni-Schlucht. In einem Gartenrestaurant geniessen wir die Erzeugnisse der armenischen Küche. Anschliessend besichtigen wir das Geghard-Klosters. Zurück in Jerewan geniessen wir einmal mehr die Geheimnisse der armenischen Küche und selbstverständlich des armenischen Cognacs. Vor oder nach dem Dinner wird eines der bekanntesten Chöre Armeniens exklusiv für uns weltliche und sakrale Lieder singen (bislang fand dieses exklusive Konzert in einer Höhlenkirche des

Geghard-Klosters statt - den privaten Charackters dieses Konzertes konnte leider nicht mehr gewährleistet werden, oft störten laute Gruppen die herrlichen Kläge. Zudem verbietet die Klosterführung neuerdings das Singen von weltlichen Liedern, einem wichtigen Bestandteil der armenischen Volksmusik.




Tag 8 Sonntag, 11. Okt.


Heute haben wir eine erneut sehr schöne Fahrt vor uns. Eine knappe Stunde südöstlich von Jerewan halten wir beim Kloster Chor Wirap an. Das Kloster ist ein Pilgerort für die Einheimischen wie auch für die Diaspora-Armenier. Von hier aus scheint Berg Ararat zum Greifen nah und ist dennoch unerreichbar. Denn die türkisch-armenische Grenze ist nach wie vor hermetisch gesperrt und wird von türkischen und russischen Soldaten  bewacht. Anschliessend fahren wir durch die Weinregion Armeniens, Areni. Mittagessen in der Flusslandschaft von Yeghegnadzor, bevor wir weiterfahren durch die imposante Gebirgslandschaft des Sulema-Passes.


Auf einer Höhe von 2410 Metern besichtigen wir eine Karawanserei aus dem 14. Jahrhundert, die noch gut erhalten ist. Unser Weg führt runter zum mystischen Süsswasser-See Sevan. Armenier bezeichnen den auf 1'900 Meter gelegenen See als die blaue Perle ihres Landes. 



Tag 9 Montag, 12. Okt.


Nach dem Frühstück fahren wir durch das Debed Tal nach Tbilissi, wo wir erneut im uns bereits bekannten Hotel absteigen. Unterwegs besichtigen wir fir hoch über dem Debed-Tal gelegene Klosteranlage Sanahin.



Tag 10 Dienstag, 13. Okt.


Nachdem wir Tbilissi verlassen haben, machen wir einen Halt bei Mzcheta - der alten Hauptstadt Georgiens mit einer eindrücklichen Kathedrale. In Mzcheta beginnt die alte Heerstrasse, über die Ende des 18. Jahrhunderts die russischen Truppen in den Südkaukasus vorgestossen waren.

Auchb heute werden wir in den Genuss eines Exklusivkonzertes, diesmal mit georgischer sakralen Musik, kommen.

Nach dem Lunch bei Ananuri führt die Route über den 2385 m hohen Kreuzpass. Deutsche Truppen versuchten im Zweiten Weltkrieg vergeblich in den Südkaukasus vorzudringen. Wäre ihnen der Durchbruch gelungen, hätten sie freie Fahrt zu den Erdölfeldern Bakus gehabt - der Krieg wäre womöglich anders ausgegangen. Jetzt zeugen die Gräber der deutschen Kriegsgefangenen sowie die von ihnen gebauten Lawinenüberbauungen am Kreuzpass von diesem Geschichtsabschnitt.




Tag 11 Mittwoch, 14. Okt.


Ob wir bereits heute zum Kloster Zminda Sameba aufsteigen können, hängt vom Wetter ab. Von diesem Kloster aus ist die Sicht auf den 5033 Mt. hohen Kasbeg atemberaubend. Am Kasbeg soll der Legende nach Prometheus angeschmiedet worden sein, denn er verriet den Menschen das Geheimnis des Feuers und somit des Wissens. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, zum Zminda Sameba aufzusteigen: über einen steilen aber schönen Saumpfad oder mit 4x4 Wagen. Für die erste Variante braucht es gute Wanderschuhe und etwas Ausdauer. 


Alternativ wandern wir durch das malerische Terek-Tal.



Tag 12 Donnerstag, 15. Okt.


Auch am heutigen Tag werden wir die atemberaubende Berglandschaft geniessen. Das genaue Programm werden wir gemeinsam und kurzfristig festlegen. Im heutigen Tages-Gespräch geht Amalia van Gent auf die Gründe ein, welche Armenien und Georgien dazu zwingen, einen völlig unterschiedlichen, aussenpolitischen Kurs einzuschlagen.


Tag 13 Freitag, 16. Okt.


Nach dem Frühstück fahren wir wieder nach Süden.  In Tbilissi steigen wir erneut in unser spektakuläres & sehr bequemes Stadthotel ab.

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Tag 14 Samstag, 17. Okt.

Rückflug Tbilissi - Zürich 


Inbegriffen:

Auf dieser Reise ist im Grunde alles inbegriffen d.h. Sie könnten das Portemonaie zuhause lassen. (alkoholische Getränke verständlicherweise in beschränktem Mass) Trinkgelder: es steht Ihnen natürlich immer frei, den lokalen Reisebegleiterinnen oder Fahrern etwas in die Hand zu drücken, das wird  sehr geschätzt. Die üblichen Trinkgelder übernehmen wir


Inbegriffen ist auch auf dieser Reise die Kompensation der CO2 Emissionen durch Myclimate.

 
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