Treffpunkt Orient - eine Marke
der Kolchis - Verlag und Reisen AG
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Die tägliche Gesprächsrunde während der Reise
Faszination Seidenstrasse
Die Schatzkammer Trans-Oxaniens
Die grossen Oasen Trans-Oxaniens, Chorasmien, Buchara, Samarkand und Fergana bildeten von der Antike bis ins Mittelalter die Kernstücke der Seidenstrasse, über die sehr viel mehr als nur Seide transportiert wurde. Gold, Gewürze, Wolle, Trauben aber auch Religionen, Weltanschauungen, Kosmotheorien fanden durch Zentralasien ihren Weg von Ost nach West und umgekehrt. Schon deshalb war Zentralsasien immer umkämpft und ist es genau genommen auch heute noch. Die neue Seidenstrasse, die China mit Europa verbinden soll, wird nicht überall euphorisch begrüsst.
Die antike Seidenstrasse ist sehr viel länger als jener Teil, den wir Ihnen auf dieser Reise zeigen möchten - nirgendwo sonst gibt es aber so viele, so prächtige Monumente und ist die Geschichte so greifbar wie in Usbekistan. Neben der glanzvollen Zeitzeugen von Blütezeiten der Menschheit stossen wir immer auch auf die Spuren grausamster Vernichtungszüge wie den Mongolensturm. Und in der Gegenwart staunen wir über den als irreversibel erscheinenden Schwund des Aralsees in der autonomen Region Karakalpakstan. Dort, am scheinbaren Ende der Welt wartet die einmalige Kunstsammlung des Sawitzkymuseum auf uns. So gesehen ist diese Reise ein faszinierendes Wechselbad der Gefühle und eindrücke.
Die diesjährige Reise ist ausgebucht. Wir planen aber für 2027 erneut eine Reise mit ähnlichem Programm.
Reisedaten: 21.5.2027 - 7.6.2027
Richtpreis: CHF 8'350.-
Im Einzelzimmer: CHF 9'340.-
Grösse der Reisegruppe: 8 - max 14 Personen
Status dieser Reise: Buchbar, Reise ist garantiert
Detailliertes Programm
Tag 1 Freitag, 21.5.2027 Flug Istanbul - Tashkent
Anreise Zürich – Istanbul – Tashkent. Flugplan:
Zürich Istanbul 10:50 - 14:50 TK1908 (Flugdauer: 03:00)
Istanbul Tashkent 18:50 - 00:40 TK 370 (Flugdauer: 04:25)
Tag 2 Samstag, 22.5. Tashkent
Nach Ankunft in Tashkent um 00:40 Uhr Begrüssung durch die Reiseleitung am Flughafen, Transfer zum Hotel.
Nach einem späten Frühstück besichtigen wir Tashkent. Auf dem Programm steht ein Besuch der Kukeldash-Medrese. Von hier spazieren wir durch den Chorsu-Basar. Hier gewinnen Sie einen Eindruck der modernen Seidenstrasse: Gewürze, Stoffe, aber auch Plastikramsch und Billigkleidung aus Fernost werden im grössten Basar Zentralasiens angeboten. Ferner besuchen wir nach dem traditionellen „Plov“ Essen das kleine, aber sehr interessante Völkerkundemuseum.
Tag 3 Sonntag, 23.5. Fergana
Um 09:30 Uhr fahren wir zum Inlandflughafen, von wo aus wir den kurzen Flug nach Fergana nehmen. Vom Flughafen aus fahren wir zu einer Seidenmanufaktur, in der wir die einzelnen Schritte der Seidenherstellung verfolgen können. Vor dem Abendessen gibt es ein Referat zur Geschichte der Seidenstrasse.
Tag 4 Montag, 24.5. Rischtan
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Keramik und des Porzellans. Zunächst erzählt Werner van Gent von der spannenden Geschichte, wie das Porzellan aus China nach Europa kam. Anschliessend fahren wir in das Zentrum der zentralasiatischen Keramikproduktion, Rischtan. In der Werkstatt des berühmten Meisters Rustam Udanow sehen wir, wie aus Ton grossartige Gefässe, Teller und Fayencen entstehen. Wer möchte, kann auch selbst versuchen, Tongefässe zu bemalen. Das Ergebnis erhalten Sie am Ende der Reise, sie werden von Ihrem Können begeistert sein! Zur Einführung in die Sammlung des Sawitzky-Museums (Tag 6), geht Werner van Gent in seinem Referat auf die Bedeutung der russischen Avantgarde ein.
Tag 5 Dienstag, 25.5. Fergana – Kokand - Nukus
Zunächst fahren wir nach Kokand und besichtigen diesen wichtigen Knotenpunkt der Seidenstrasse. Anschliessend fahren wir mit komfortablen Limousinen über den Kamschikpass (2268 Mt über Meer) nach Tashkent, von wo aus wir den Abendflug nach Nukus nehmen.
Tag 6 Mittwoch, 26.5. Nukus
Beim Besuch dieser Sammlung kommt man aus dem Staunen nicht heraus: Hier am Ende der ehemals sowjetischen Welt und am Rande der Wüste befindet sich die schönste und umfangreichste Sammlung der sowjetischen Avantgarde. Das Museum dokumentiert die Kraft der Avantgarde im ausgehenden Zarenreich und in der frühen Sowjetunion sowie die Brutalität, mit der die sowjetischen Künstler später unter der Stalin-Diktatur unterdrückt wurden. Viele von ihnen wurden in Umerziehungslager gesteckt oder verbannt.
Neben der Kunstsammlung verfügt das Museum auch über eine permanente Ausstellung folkloristischer Gegenstände. Sie geben uns ein gutes Bild vom Leben in dieser Region, die wirklich am Ende der Welt zu liegen scheint. Seine Eigenschaft als Direktor des Folkloremuseums ermöglichte Sawitsky, unbehelligt von der KGB, die aus der Sicht der Sowjet-Diktatur «abartige» Avantgarde zu sammeln. Nur ein kleiner Teil der russischen Avantgarde - wie beispielsweise die Werke Chagalls -, hat den Weg in den Westen gefunden.
Vor dem Abendessen wird Yusup Kamalov, Vorsitznder der NGO „Union for Defense of the Aral Sea and Amu Darya“, uns die Hintergründe der Aral-Katastrophe erklären.
Tag 7 Donnerstag, 27.5. Moynak
Um 8:00 Uhr fahren wir mit unseren Geländewagen eine knappe Stunde lang und besuchen die Nekropolis der zoroastrischen Stadt Mizdarkhan. In der Antike war dies die zweitgrösste Stadt Choresmiens. Im 14. Jh wurde sie von Timur fast vollständig zerstört. Geblieben ist eine der grössten Nekropoli Zentralasiens. Danach fahren wir weiter zum Fischerdorf Moynak, das einst am Ufer des Aralsees lag. Neben dem sehenswerten Museum beuschen wir auch den Schiffsfriedhof in der Dünenlandschaft. Zum Picknick fahren wir an den Shege-Stausee die aktuelle Mündung der Amu Darya. Hier wird man erkennen, welchen Naturschatz durch das Austrocknen des Aralsees verlorengegangen ist. Am späten Nachmittag fahren wir nach Nukus zurück. Abendessen im Hotel.
Tag 8 Freitag, 28.5. Nukus - Khiva
Am Vormittag haben Sie die Möglichkeit, noch einmal das Sawitzky-Museum zu besuchen. Nach dem Mittagessen fahren wir durch die Kizil-Kum-Wüste nach Khiva. Rund eine Stunde östlich von Nukus besuchen wir „Tschilpyk-Kala“, einen „Turm des Schweigens“ der Zoroaster. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Flusslandschaft der Amu Darya. Gegen Abend erreichen wir Khiva.
Tag 9 Samstag, 29.5 Khiva
Wir besichtigen die von imposanten Festungsmauern umgebene Stadt zu Fuss. Wir essen zu Mittag in der Stadt und haben den Nachmittag zur freien Verfügung. Vor dem Abendessen führt Amalia van Gent in die Bedeutung des „Volksislams“, insbesondere des Sufismus in Zentralasien ein.
Tag 10 Sonntag, 30.5. Khiva
Heute besichtigen wir weitere Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt. Eines der aktuellen Themen: Die enorme Bedeutung des aus Khiva stammenden Gelehrten Al Choresmi.
Tag 11 Montag, 31.5. Khiva - Buchara
Nach einem frühen Frühstück fahren wir um 06:30 zum Bahnhof von Khiva und besteigen den neuen Hochgeschwindigkeitszug nach Buchara. Wir fahren durch die Ausläufer der Kizil-Kum Wüste (Wüste der roten Erde). Ankunft in Buchara 10:37.
Nach dem Mittagessen erste Tuchfühlung mit dieser äusserst lebendigen Oasenstadt. Hier wurden nicht nur Güter umgeschlagen. Es fand vor allem auch ein reger Austausch von Wissen statt. In Buchara wurde beispielsweise der brillante Arzt und Philosoph Ali Ibn Sina (Avicenna) geboren. Der junge Ali Ibn Sina übte sich in der Lektüre der Denker seiner Zeit sowie der Antike. Buchara war nicht umsonst das eigentliche Zentrum der Aufklärung im Orient.
Werner van Gent wird ib seinem Referat unter anderem der Frage nachgehen, weshalb sich diese Aufklärung im Orient nicht verfestigen konnte.
Tag 12 Dienstag, 1.6. Buchara
Am Morgen erforschen wir weitere Aspekte dieser Stadt. Ein Höhepunkt ist das schlichte, in der Form vollendete Samaniden-Mausoleum. Dazu ein lesenswerter Ausschnitt aus der Wikipedia-Sammlung:
«Im 10. Jahrhundert war Transoxanien die Drehscheibe des internationalen Handels zwischen Ost und West. Neben Handelsbeziehungen in den Nahen Osten und das Kaiserreich China bestanden auch Verbindungen nach Indien und in das Wolgagebiet. Gehandelt wurden unzählige Waren (u.a. Seife, Stoffe, Wolle, Teppiche, Pelze, Schminke, Öl, Metallgefäße, Honig, Nüsse, Melonen, Waffen, Sklaven, Pferde). Bestimmte zentralasiatische Melonen waren so beliebt, dass man sie in mit Schnee gefüllten Bleikisten bis nach Bagdad transportierte, wo sie horrende Preise (pro Frucht sieben bis zehn Mal so viel wie für einen Sklaven) erzielten. Hunderttausende samanidische Silbermünzen sind in Europa gefunden worden, viele davon in Schweden, und auch in Mainz wurden sie nach Aussage eines Sklavenhändlers namens Ibrahim Jakub im 10. Jahrhundert verwendet. Neben den Handelsbeziehungen blühten auch die Bewässerungsfeldwirtschaft und eine hoch entwickelte Bergbauindustrie. Durch den wirtschaftlichen Reichtum konnten die Samaniden vor allem in den Städten eine reiche Bautätigkeit entfalten. Erhalten ist davon z.B. das Samaniden-Mausoleum in Buchara.»
Zu Fuss geht es zurück in die Altstadt von Buchara. In der Zitadelle stossen wir auf die Spuren des Regimes des Emirs von Buchara, der sich in einem ständigen Konkurrenzkampf mit den Herrschern von Khiva, Merw und Samarkand befand. Höhepunkt ist die Aussicht auf das Minarett Kalon.
Tag 13 Mittwoch, 2.6. Samarkand
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug in das legendäre Samarkand, eine der ältesten, noch immer bewohnten Städte der Welt. Marco Polo sagte über sie, sie sei eine ebenso grosse wie prächtige Stadt. Vielleicht reicht es noch, den grandiosen Registanplatz zu besuchen?
Tag 14 Donnerstag, 3.6. Samarkand
Der Registanplatz mit den drei grossen Medresen und die Bibi-Khanoum-Moschee sind die Höhepunkte dieses Tages.
Tag 15 Freitag, 4.6. Samarkand
Zunächst besuchen wir das Ulugbek-Observatorium. Ferner sehen wir uns die wegen ihrer einmalig schönen Fayencen berühmte Totenstadt Shakhi Zinda an. Auch das unweit von unserem Hotel gelegene Mausoleum von Tamarland (Timur Lenk) dürfen wir nicht auslassen.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Tag 16 Samstag, 5.6. Samarkand
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Zeit, sich mit Gewürzen auf dem Basar zu versorgen? Am Nachmittag fahren wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug «Afrosiab» nach Tashkent.
Tag 17 Sonntag, 6.6. Tashkent
Wir besuchen das das neue, imposante „Zentrum der Islamischen Zivilisationen Usbekistans“. In der Ausstellung werden mit Hilfe modernster Museumstechnik mehrere tausend Gegenstände ausgestellt, darunter der Koran des Kalifen Uthman, der als eine der ältesten erhaltenen Koranschriften gilt. Am letzten Tag dieser Reise blicken wir so zurück auf die Reise durch die vier der wichtigsten Oasen der Seidenstrasse - Fergana, Choresmien, Buchara und Samarkand. Am Abend gibt es das traditionelle Abschiedsessen im Lieblingsrestaurant der Familie van Gent.
Tag 18 Montag, 7.6. Rückflug
Um 06:15 Uhr fahren wir vom Hotel zum Flughafen und checken ein für den Rückflug von Tashkent via Istanbul nach Zürich mit Turkish Airlines. Flugplan:
Tashkent - Istanbul 09:20 - 12:45 TK369 (Flugdauer: 5:25)
Istanbul – Zürich 15:50 - 17:50 TK1909 (Flugdauer: 3:00)
Hotels:
Taschkent: Lotte City Hotel Tashkent Palace 4*
Fergana: Asia Fergana 4*
Nukus: Jipek Joli new building 3*
Khiva: Erkin Palace 4*
Buchara: Omar Khayyam 4* oder ähnliches
Samarkand: Movenpick 4*
Inbegriffen sind: Vollpension, Getränke bei den Mahlzeiten (alkoholische Getränke in angemessenen Mengen), Kaffee- und Teepausen, Transfers und Flüge gemäß Programm, die 'grossen' Trinkgelder für das Hotelpersonal, für die lokale Reiseleitung und für die Fahrer. Wer seine Zufriedenheit mit den Leistungen der lokalen Fahrer und Reisleiter/-innen mit einem persönlichen Trinkgeld zum Ausdruck bringen möchte, wird damit allerdings grosse Freude auslösen!
Änderungen der Angaben in diesem Programm, insbesondere der Fahr- und Flugpläne, sind ausdrücklich vorbehalten.